So wird's kühler

Wohnungskühlung

Abkühlung an heißen Tagen muss vor allem schnell erfolgen. Was können Sie kurzfristig tun, um die Hitze in der Wohnung zu senken und welche langfristigen Maßnahmen gibt es?

"Die Hitze der Stadt ist im Sommer brutal", sang einst Rainhard Fendrich. Nicht nur die Städter, auch die Landbewohner stöhnen, wenn der langersehnte Sommer endlich da ist und die Temperaturen auf über 30 Grad im Schatten steigen. Wer auf rasche Abkühlung aus ist, der geht ins Bad und fährt an einen See. Was aber kann man in den eigenen vier Wänden tun, damit es halbwegs erträglich ist?
 

Was ist "auf die Schnelle" möglich?

  • Ventilatoren in den Ecken oder an der Decke wälzen die Luft im Raum um und sorgen für ein besseres Raumklima. Achten Sie aber darauf, nicht direkt angeblasen zu werden, da dies schnell zu einer Erkältung führen kann.
  • Lüften Sie nur in den relativ kühlen Morgen- und Abendstunden. Sobald es draußen wärmer als innen ist, sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben.
  • Dunkeln Sie unbenutzte Räume ganz ab und benutzte Räume soweit, dass Sie noch ohne künstliches Licht auskommen.
  • Ein außen angebrachter Sonnenschutz wirkt am effektivsten.
  • Schalten Sie nicht benötigte Elektrogeräte vollkommen aus, da viele Geräte auch im Stand-by-Modus Strom verbrauchen und Wärme abgeben.
     

Welche nachhaltigen Maßnahmen gibt es?

  • Wärmedämmung:
    Eine ausreichende Wärmedämmung reduziert nicht nur den Energiebedarf für das Heizen in der kalten Jahreszeit erheblich. Eine ausreichende Wärmedämmung sorgt auch im Sommer bei heißen Temperaturen für ein angenehmes Raumklima. Je großzügiger die Dämmung dabei ist, desto kühler können Sie Ihre Wohnung halten.
  • Südseiten bei Fenstern sind vorzuziehen:
    Wenn Sie gerade dabei sind, etwa Ihr Dachgeschoß auszubauen, dann können Sie die Lage der Fenster entsprechend optimal gestalten: Diese sollten, wenn dies möglich ist, nach Süden ausgerichtet sein. Denn dann ist der Raum im Sommer nur relativ kurz zur Mittagszeit von direkter Sonneneinstrahlung betroffen. Bei nach Westen ausgerichteten Fenstern kann sich das Zimmer dagegen extrem bis zum Sonnenuntergang aufheizen.
  • Fernkälte und kontrollierte Wohnraumlüftung:
    Als Alternative zu einer Klimaanlage können Sie auf eine kontrollierte Wohnraumlüftung setzen. Diese sorgt für eine bestmöglich abgestimmte Frischluftzufuhr. Als Minuspunkte bei kontrollierten Wohnraumlüftungen gilt der relativ hohe Platzbedarf, der aufgrund der umfangreichen Haustechnik notwendig ist. Eine weitere Alternative zu einer Klimaanlage ist die Fernkälte. Diese funktioniert nach demselben Prinzip wie die Fernwärme.

Wenn Sie Sanierungsmaßnahmen planen, um die Wärmedämmung Ihrer eigenen vier Wände zu verbessern, dann sprechen Sie darüber auch mit Ihrem Raiffeisenberater. Er oder sie weiß über geeignete Finanzierungslösungen und passende Förderungen Bescheid.

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