Wohnraumfinanzierung: Praktische Tipps im Überblick

Immobilienfinanzierung / Wohnraumfinanzierung: Tipps

Beim Kauf einer Immobilie oder beim Bau eines Hauses geht es um viel Geld. Gehen Sie die Finanzierung gewissenhaft und umsichtig an.

Eines vorweg: Sprechen Sie mit Ihrem Raiffeisenberater über Ihre Pläne und Wünsche und lassen Sie sich schon vorab über wesentliche Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Beherzigen Sie jedenfalls folgende Tipps:
 

Lassen Sie Emotionen aus dem Spiel, kalkulieren Sie solide!

Kalkulieren Sie solide und mit ruhig Blut. Überschätzen Sie nicht das eigene finanzielle Leistungsvermögen und unterschätzen Sie nicht die tatsächlichen Kosten. Und lassen Sie sich bei der Anschaffung nicht von Emotionen leiten. Denn wenn man eine wirklich tolle Immobilie gefunden hat, neigt man gerne dazu, bei der Kalkulation mehrere Augen zuzudrücken. "Wann, wenn nicht jetzt sollen wir uns das leisten!", klingt zwar nach einer logischen Begründung, ist aber in den meisten Fällen nur der Auftakt zu massiven Kostenüberschreitungen.
 

Eigenmittel: So hoch sollten diese sein

Den Kauf einer Immobilie nur mit Fremdkapital zu finanzieren, ist aus mehreren Gründen nicht möglich. Sie müssen also über Eigenmittel verfügen (empfohlen werden rund 30 Prozent). Zu den Eigenmitteln zählen etwa Ansparleistungen bei Bausparverträgen, darüber hinaus sämtliche Guthaben auf Sparbüchern, Wertpapiere, Goldmünzen bzw. Immobilienbesitz. Finanzielle Hilfe von Eltern und Verwandten und Ihr Barkapital sind ebenfalls Eigenmittel. Auch den zu erwartenden Verkaufserlös aus Ihrer bisherigen Wohnung können Sie selbstverständlich als Eigenmittel verbuchen.
 

Nutzen Sie Förderungen

Selbstverständlich werden Sie bei der Finanzierungsberatung auch über mögliche Förderungen informiert. Wichtig und interessant sind die Kriterien für die Wohnbauförderung. Wenn Sie noch in der Planungsphase sind, dann können Sie die Gestaltung Ihrer Immobilie auf die Förderrichtlinien abstimmen: das kann etwa die Größe der Immobilie betreffen (Wohnnutzfläche) oder auch spezielle energiesparende Maßnahmen, die eventuell extra gefördert werden.
 

Baukonto als Drehscheibe und Überbrückungshilfe

Gerade wenn Sie selbst bauen, kann man den Überblick über finanzielle Angelegenheiten und über die Rechnungen verlieren. Ein Raiffeisen Baukonto leistet hier unschätzbare Dienste. Es dient Ihnen darüber hinaus als Zwischenfinanzierung und Überbrückungshilfe – wenn etwa ein allfälliger Erlös aus dem Verkauf Ihrer bisherigen Immobilie oder eine Wohnbauförderung noch nicht eingetroffen sind, diverse Rechnungen aber schon beglichen werden müssen. Mit einem Baukonto haben Sie alle Zahlungen, aber auch alle Eingänge übersichtlich auf einen Blick vor sich, bekommen Guthabenzinsen und müssen sich keine Gedanken machen, wenn Ihr Baukonto einmal ins Minus rutscht.
 

Nicht ohne meinen Treuhänder

Bei einer Immobilientransaktion geht es nicht nur um die Realisierung Ihres Wohntraums, sondern es geht auch um viel Geld. Damit alles völlig korrekt abläuft, soll der gesamte Kauf / Verkauf über einen Treuhänder abgewickelt werden. Dies kann ein Notar oder ein Rechtsanwalt sein.

Der Treuhänder sorgt dafür, dass einerseits der Verkäufer zu seinem Geld kommt und das Geld des Käufers erst dann überwiesen wird, wenn alle Bedingungen des Kaufvertrages erfüllt und eine allfällige Lastenfreistellung erfolgt sind. Der Treuhänder sorgt auch für die entsprechenden Grundbucheintragungen. Vereinbaren Sie mit dem Treuhänder am besten ein Pauschalhonorar, mit dem alle Leistungen abgedeckt sind.

Planen Sie gerade eine Anschaffung im Immobilienbereich?  Ihr Raiffeisenberater informiert Sie gerne über alle in Frage kommenden Finanzierungsmöglichkeiten.

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