Vorsorgewohnungen: Vorteile, Tipps und mögliche Risiken

Vorsorgewohnungen: Vorteile, Tipps und mögliche Risiken

In eine Wohnung zu investieren, um für die Zukunft vorzusorgen, steht hoch im Kurs. Worauf kommt es dabei an, welche Vorteile bieten Vorsorgewohnungen und wo sind eventuell Fallstricke gespannt?

Vorsorgewohnungen bieten eine dauerhafte Einnahmequelle. Zweck einer derartigen Wohnung ist die Vermietung und nicht, dass Sie selbst darin wohnen. Entsprechend sollten Sie auch bei der Auswahl einer Vorsorgewohnung vorgehen.
 

Darauf kommt es an

  • Die Wohnung soll wirtschaftlich (hinsichtlich Energieeffizienz und Planung) und funktional sein. Die optimale Wohnungsgröße sind 45 bis 50 m2 und zwei Zimmer.
  • Verkehrsanbindung, Lage und Infrastruktur in der Umgebung sind wesentliche Kriterien.
  • Keine ausgefallene Architektur: Exquisite Ausstattung und ausgefallene Grundrisse sind bei Vorsorgewohnungen kontraproduktiv. Das erhöht den Preis, wodurch die Wohnung schwerer vermietbar wird. Die Finanzierbarkeit für Mieter muss gewährleistet sein. Nur so ist sichergestellt, dass sich Ihre Mieter auf Dauer in der Wohnung wohlfühlen.
  • Generell gilt: Beurteilen Sie die Wohnung nicht danach, ob Sie selbst darin wohnen möchten, sondern danach, ob sie gut vermietbar ist und leistbares Wohnen ermöglicht.

Diese Vorteile haben Sie

  • Sicherheit und geringes Risiko: Die Investition in eine Vorsorgewohnung ist die Veranlagung in einen Realwert und bietet somit eine hohe Sicherheit.
  • Steuerliche Vorteile: Der wesentlichste Vorteil ist die Rückerstattung der Umsatzsteuer beim Immobilienkauf.
  • Inflationsschutz: Die Mieterträge sind an den Verbraucher-Preis-Index angepasst. Dadurch verfügen Sie über ein Investment mit Inflationsschutz.
  • Wertsteigerung aufgrund steigender Wohnungspreise: Alle aktuellen Prognosen sagen eine starke Zunahme der Wohnbevölkerung besonders in den städtischen Gebieten voraus. Dementsprechend wird die Nachfrage nach (leistbarem) Wohnen weiter steigen.

Mögliche Risiken

  • Eingeschränkte Liquidität: Das Investment in eine Vorsorgewohnung ist eine langfristige Angelegenheit. Stellen Sie sich darauf ein, dass Ihr Geld damit auf längere Zeit gebunden ist.
  • Gesetzliche Fristen: Die steuerlichen Vorteile sind an gesetzliche Fristen gekoppelt. Um den Genuss des wesentlichsten steuerlichen Vorteils (keine Mehrwertsteuer beim Wohnungskauf) nicht zu verlieren, muss die Wohnung mindestens 20 Jahre lang vermietet sein. Tun Sie das nicht, weil Sie die Wohnung vor Ablauf dieser Frist z.B. verkaufen oder selbst nutzen, dann müssen Sie in der Regel die Umsatzsteuer aliquot zurückzahlen ("Vorsteuerberichtigung"). Unter Umständen kann dies vermieden werden, wenn das Finanzamt eine "besondere Situation" für eine andere Nutzung akzeptiert.
  • Innerhalb des Betrachtungszeitraums von 20 Jahren müssen Sie außerdem mit Ihrer Vorsorgewohnung einen Totalüberschuss (Gewinn) machen. Wenn dies nicht der Fall ist, dann kann die Finanz "Liebhaberei" unterstellen, wodurch Sie Steuervorteile verlieren.


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