Lohnt sich die Investition in eine Solaranlage?

Lohnt sich die Investition in eine Solaranlage?

Wer auf die Sonne setzt, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch sein laufendes Budget. Mit welchen Kosten muss ein Hausbesitzer rechnen und wie viel kann man sparen?

Für den Einbau einer Solaranlage spricht so einiges: Eine kleine Solaranlage und ein 300-Liter-Speicher reichen aus, um 70 Prozent des Warmwassers zu erzeugen, das ein Vier-Personen-Haushalt benötigt. Die Anlage hält mindestens 25 Jahre und läuft bei regelmäßiger Wartung über Jahre störungsfrei. Eine Solaranlage kann mit allen bestehenden Heizsystemen kombiniert werden und spart 60.000 Kilowattstunden Energie.

Die Sonnenenergie selbst ist kostenlos, die Errichtungskosten werden von Bund, Ländern und Gemeinden gefördert. Neben den Einsparungen bei den laufenden Energiekosten ist natürlich die Ersparnis für die Umwelt hervorzuheben.
 

Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Die größten Kostenfaktoren sind die Solarkollektoren und der Wärmespeicher. Die Größe des Speichers und der Kollektorfläche hängt davon ab, ob die Anlage nur für die Warmwasserbereitung genutzt werden soll oder auch die Heizung unterstützen soll.

Dient die Anlage ausschließlich der Warmwasserbereitung, kommt man mit ein bis eineinhalb Quadratmetern Kollektorfläche  für jede Person im Haushalt aus. So sind für einen Vier-Personen-Haushalt ein 300-Liter-Speicher und vier bis sechs Quadratmeter Kollektorfläche ausreichend. Als Haubesitzer müssen Sie für die Anschaffung mit Kosten von etwa 3.200 Euro rechnen.

Soll die Solaranlage auch der Heizungsunterstützung dienen, muss man mindestens einen 1000-Liter-Speicher sowie einen Quadratmeter Kollektorfläche pro zehn Quadratmetern Wohnfläche einkalkulieren. Je nach Höhe der Förderungen muss man für eine derartige Anlage mit verbleibenden Anschaffungskosten von ca. 7.100 Euro rechnen.

Quelle: Austria Solar

Welche Förderungen gibt es?

Im Rahmen des Sanierungsschecks werden thermische Sanierungen im privaten Wohnbau für Gebäude, die älter als 20 Jahre sind, gefördert. Die Förderung beträgt bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten bzw. max. 8.000 Euro. Förderungsfähig ist u.a. die Umstellung des Heizungssystems auf eine thermische Solaranlage im Rahmen einer Mustersanierung. Achtung: Förderungsfähige Kosten sind Kosten für das Material sowie die Montage durch ein befugtes Unternehmen. Reine Materialrechnungen, für die es keine Montagerechnung einer befugten Firma gibt, sind nicht förderungsfähig.

Hier finden Sie den aktuellen Stand der noch zur Verfügung stehenden Fördermittel für 2016.

Daneben gibt es eine Förderaktion zum Tausch fossiler Heizsysteme gegen erneuerbare Energien für Gebäude, die mindestens 15 Jahre alt sind. Die Förderung wird in Form eines nicht rückzahlbaren Pauschalbetrags ausbezahlt und beträgt 750 Euro für Solaranlagen zur Warmwasserbereitung bzw. 1.500 Euro für Solaranlagen zur Beheizung.

Neben diesen Bundesförderungen gibt es in den einzelnen Bundesländern Förderungen in unterschiedlichem Ausmaß.

Wie viel spart man mit einer Solaranlage?

Mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung kann man die eigene Geldbörse um ca. 200 bis 400 Euro im Jahr entlasten. Neben der laufenden Einsparung können bei der Anschaffung durch öffentliche Förderungen durchschnittlich 2.600 Euro gespart werden.

Bei einer Solaranlage zur Warmwassererwärmung und Raumheizung betragen die jährlichen Einsparungen bei den Energiekosten zwischen 375 und 750 Euro. Je nach Bundesland können Förderungen bis zu 3.500 Euro lukriert werden.

Quelle: Austria Solar



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