So wohnen wir

Statistik Wohnsituation

Wohnen wir auf großem Fuß oder eher beengt? Wie teuer oder wie preiswert wohnen wir? Wie viel von unserem Einkommen wenden wir für's Wohnen auf? Die Statistiker sind diesen und weiteren Fragen auf den Grund gegangen. *

Dass wir durchschnittlich beachtliche 99 Quadratmeter Wohnfläche pro Haushalt zur Verfügung haben, mag auf den ersten Blick überraschen. Aber was nützt einem der Durchschnitt, wenn die eigene Wohnung viel kleiner ist? Dennoch: Durchschnittswerte oder Medianwerte (die Hälfte liegt darüber, die Hälfte darunter) geben einen interessanten Aufschluss über die Wohnsituation der Österreicherinnen und Österreicher.
 

So viel Eigentum, so viel Miete

Österreich ist ein Land der Mieter. Das stimmt. Österreich ist ein Land der Eigentümer. Auch das stimmt. Knapp die Hälfte der 3,86 Mio. österreichischen Hauptwohnsitzwohnungen befindet sich im Eigentum. 43 Prozent sind Haupt- oder Untermiete. Die Mietquote wird vor allem durch die Bundeshauptstadt in die Höhe getrieben: In Wien leben beinahe 80 Prozent in Haupt- oder Untermiete.

So groß ist unsere Wohnung

Generell gilt: Hauseigentümer haben am meisten Fläche (140 m2) zur Verfügung. Bei Eigentumswohnungen sind es 85 m2. Mietwohnungen kommen – je nach Art der Miete – auf eine durchschnittliche Größe zwischen 61 und 70 m2. 

Als Eigentümer leben wir "billiger"

Der Medianwert der Wohnkosten beträgt hierzulande über alle Wohnformen betrachtet 457 Euro – d.h. 50 Prozent haben niedrigere und 50 Prozent haben höhere Wohnkosten. Zu den Wohnkosten zählen Energiekosten, Betriebskosten, die Kosten für die Instandhaltung, bei Mietwohnungen die jeweiligen Mietkosten sowie bei Eigentumswohnungen die Zinsen von allfälligen Krediten zur Wohnraumschaffung. Die Tilgung des Kredits selbst wird von den Statistikern nicht zu den Wohnkosten gerechnet. Nach dieser Berechnung kommen Eigentümer bei den Wohnkosten billiger weg: Hier beträgt der Medianwert 406 Euro bei Haus- und 439 Euro bei Wohnungsbesitzern. Mieter von Privatwohnungen kommen dagegen auf einen Medianwert von 665 Euro pro Wohnung.

So viel von unserem Einkommen kostet das Wohnen

Mieter von Privatwohnungen sind es auch, die am meisten vom eigenen Einkommen für das Thema Wohnen ausgeben müssen: Der Medianwert beträgt hier 28 Prozent. Insgesamt geben die österreichischen Haushalt im Median 16 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen aus. Ein Viertel der Haushalte muss jedoch 26 Prozent oder mehr vom Einkommen für das Wohnen bezahlen.

Wo es eng wird

Dass die eigene Wohnung als zu klein empfunden wird, ist oft eine subjektive Wahrnehmung. Auf Basis der EU-Erhebung Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC) gelten jedenfalls von den 3,86 Mio. Hauptsitzwohnungen 147.000 als überbelegt. Insgesamt leben rund sieben Prozent der Wohnbevölkerung (gesamte Wohnbevölkerung rund 8,6 Millionen) auf beengtem Wohnraum – überdurchschnittlich sind dies Mehrpersonenhaushalte mit drei oder mehr Kindern, Haushalte in Gemeindewohnungen oder in privaten Hauptmietwohnungen. Als überbelegt gelten laut EU-Statistik Wohnungen, wenn die Anzahl der Zimmer im Verhältnis zur Anzahl der Personen zu gering ist – also ein Wohnraum für zwei Personen oder weniger als drei Räume für drei oder mehr Personen.

Unsere Wohnungsausstattung

Die Ausstattung der Wohnungen ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig besser geworden. Laut den Statistikern gehörten vor 20 Jahren 79 Prozent der Wohnungen zur Kategorie A und 14 Prozent zur Kategorie B. Im Vorjahr hat es demnach bereits 93 Prozent Kategorie-A-Wohnungen gegeben.

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* Alle Zahlenangaben: "WOHNEN - Zahlen, Daten und Indikatoren der Wohnstatistik", herausgegeben von Statistik Austria, Wien 2017; Basis Mikrozensus 2016, EU-SILC (Statistics on Income and Living Conditions), Konsumerhebung und Baumaßnahmenstatistik